Die Hüftgelenksdysplasie (HD) zurück
Zum Glück sind unsere Briards , dank strenger Zuchtauslese ,von der HD nicht oft betroffen. Diese Zuchtauslese kann nur funktionieren ,wenn alle Briardbesitzer ihre Hunde auf HD untersuchen und auch auswerten lassen. Schließlich wollen wir alle einen gesunden Hund.
Bitte helft euren Züchtern und unserer Rasse dadurch,dass ihr alle Hunde röntgt,
denn nur durch Rückmeldungen können wir unsere Zucht noch weiter verbessern und die HD noch mehr zurückdrängen.
Übrigens liegen wir in Moment bei über 80% frei und Verdacht Hunden.
Mittlere und schwere HD unter 10 %
Röntgenformulare und Informationen gibt es bei
Ingrid Mollenhauer 04541-802018 mail
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Die Hüftgelenksdysplasie (HD) des Hundes stellt eine der häufigsten Krankheit des Bewegungsapparates bei mittelgrossen bis grossen Hunderassen dar.
Unter Hüftgelenksdysplasie (HD) versteht man eine Fehlbildung der Hüftgelenke. Die beiden gelenksbildenden Knochen, die Gelenkspfanne und der Oberschenkelkopf passen nicht korrekt aufeinander. Die Fehlbildung tritt in der Regel beidseitig auf und kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
Symptome (Krankheitsanzeichen):
Junge Hunde mit ausgeprägter HD zeigen v.a. Schmerzen als Folge der unüblich starken Lockerheit der Hüftgelenke. Bei älteren Hunden überwiegen die Schmerzen als Folge der Abnützung (Arthrose) der Hüftgelenke. Bei leichteren Formen der HD können Krankheitshinweise fehlen, solange der Hund nicht stark beansprucht wird.
Auch zwischen den einzelnen Hunden bestehen Unterschiede in der Schmerzempfindung: Während der eine Hund mit leichter HD bereits hinkt, hat der andere Hund mit fortgeschrittener Arthrose eine spezielle Bewegungstechnik entwickelt, um Schmerzen zu vermeiden, so dass der Besitzer von der Behinderung möglicherweise gar nichts bemerkt.Was ist die Ursache für HD?
Die Entwicklung der
Hüftgelenke wird massgeblich durch zwei Komponenten beeinflusst: 1. durch die
Erbanlage und 2. durch die Ernährung des Hundes.
Ernährung:
Bei einem Hund mit Veranlagung zu HD ist es möglich, durch eine kalorienmässig zurückhaltende und ausgewogene Fütterung das Ausmass der Krankheit zu mildern. Es ist erwiesen, dass Hunde, die langsam wachsen, weniger schwer an HD erkranken als ihre schneller wachsenden und damit schwereren Wurfgeschwister. Besonders wichtig ist dabei, im Futter ein Überangebot von Kalzium (Futterkalk) zu vermeiden. Deshalb sollte bei Verwendung eines Vollwertfutters darauf geachtet werden, dass das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor etwa 1:1,2 ist.
Erbanlage
Die HD ist ein genetisch bedingtes Leiden. Welche Gene eine
Rolle spielen, ist bis heute nicht geklärt. Erwiesen ist hingegen, dass sich HD
häufig in Form einer übermässigen Lockerheit oder Instabilitaet des
Hueftgelenkes zeigt, welche die Entwicklung von Arthrose begünstigt. Anders als
bei bestimmten Körpermerkmalen und auch bestimmten Erbkrankheiten (u.a.
Stoffwechselerkrankungen) ist nicht ein einzelnes Gen verantwortlich. Vielmehr
wird die Anlage zur Ausbildung einer HD von verschiedenen Genen beeinflusst, man
nennt diese Art der Vererbung auch polygenetisch (poly=viel). Dies ist auch mit
ein Grund dafür, dass es bei der HD kein "Alles-oder-Nichts-Prinzip", sondern
alle nur denkbaren Abstufungen an Schweregraden gibt.
Wie wird die Diagnose HD gestellt?
Der Tierarzt kann durch eine bestimmte Manipulation ein
Schnapp-Geräusch des Gelenkes provozieren, das typisch fuer eine HD ist. Eine
sichere Diagnose allerdings kann erst durch Röntgenaufnahmen gestellt
werden.
Die Diagnose HD lässt sich anhand von Röntgenaufnahmen des
Hüftgelenks stellen. Sichtbare Veränderungen können an der Gelenkspfanne, am
Oberschenkelkopf oder an beiden Knochen auftreten. Bei jungen Hunden ist
gelegentlich nur ein auffällig lockeres Hüftgelenk zu beobachten, bei dem der
Oberschenkelkopf nicht korrekt in der Gelenkspfanne liegt.
Trotz Bekämpfung der HD seit rund 30 Jahren sind somit
immer noch rund 40% der mittelgrossen und grossen Rassehunde dysplastisch, ihr
Anteil ist aber bei den verschiedenen Rassen sehr unterschiedlich. Bei gewissen
Rassen erreicht der Anteil an mittelgradiger und hochgradiger HD mehr als 20%.
In einer schweizer Studie an ca 3000Hunden der Schweiz wies der Siberian Husky
die besten Hüftgelenke auf, gefolgt von den Bearded und Rough Collies und den
Belgischen Schäferhunden. Dysplasiefrei waren rund zwei Drittel aller Hovawarte,
Flat Coated Retriever, Leonberger und Rottweiler, über die Hälfte der Labrador
Retriever und Berner Sennenhunde, die Hälfte der Golden Retriever, Neufundländer
und der Deutschen Schäferhunde, aber weniger als die Hälfte der untersuchten
Boxer. Bei Bernhardinern, sowie English und Gordon Settern lag die HD-Rate bei
erschreckend hohen 60-70%
Diese Folgen hat HD
Bei Bewegung werden die Hüftgelenke
regelmaessig zyklisch belastet. Ein stabiles Gelenk erträgt diese lebenslange
Belastung problemlos, es bleibt gesund. Die regelmässige Belastung ist sogar
notwendig für die Ernährung des Gelenkknorpels. Bei einem instabilen oder
fehlgebildeten Hüftgelenk jedoch führt die wiederkehrende Fehlbelastung zu
Zerrungen der Gelenkskapsel, der Bänder und zur Schädigung, des Gelenkknorpels
und der gelenksbeteiligten Knochen. Es entwickeln sich knöcherne Zubildungen und
Verformungen am Gelenk, welche auf dem Röntgenbild als bleibende Arthrose
sichtbar sind. Die Folgen sind Schmerzen im Hüftgelenk. Die Hunde versuchen die
Hintergliedmasse zu entlasten. Diese beiden Mechanismen führen zu Muskelschwund,
was die Arthrose weiter fördert, weil dadurch die stützende Funktion der
Muskulatur am Hüftgelenk wegfällt. Hunde mit mittel- bis hochgradiger HD sind
deshalb meist weniger aktiv. Sie legen sich häufig hin, zeigen Mühe beim
Aufstehen und lahmen in der Hinterhand, insbesondere nach längerem Liegen. Im
Frühstadium der Krankheit kann die Lahmheit nach den ersten Schritten noch
verschwinden. Später zeigen dysplasiegeplagte Hunde bei körperlichen Aktivitäten
immer deutlicher Lahmheitsanzeichen. Nicht selten verändert sich unter
chronischen Schmerzen auch der Charakter des Hundes. Aus dem fröhlichen
Lebensgefährten kann ein missmutiger, mitunter sogar bissiger Zeitgenosse
werden.
Therapie von HD
Wichtig für die Wahl der richtigen
Therapie ist der Zeitpunkt, zu dem die Krankheit diagnostiziert wurde. Bei
jungen Hunden (6-16 Monate alt) mit nicht so schweren Fehlbildungen reicht oft
eine Bewegungstherapie, verbunden mit einer Fütterungsumstellung, um schwerere
Schäden zu vermeiden oder zu vermindern.
Es ist nachgewiesen, dass eine zu
schnelle Gewichtszunahme in den ersten 10 Lebensmonaten die HD-Häufigkeit
fördert. Zu grosse Mengen von Energie, Protein und Mineralstoffen, insbesondere
von Kalzium im Futter begünstigen die Ausbildung der HD nachweislich. Wird in
diesem Lebensabschnitt der HD-gefährdete Hund noch übermässig beansprucht, kann
sich die HD noch verschlimmern.
Bei älteren Hunden, an deren Hüften sich schon Arthrosen gebildet haben, ist eine die Schmerz- und Entzündungshemmende Therapie das Wichtigste.
Bis vor einigen Jahren hat man einigen Hunden mit schwerer
HD einen kleinen Muskel im Innenschenkel durchgeschnitten, um eine
Schmerzstillung zu erreichen. Diese zwar billige, aber in fast allen Faellen
nutzlose Operation bringt, wenn überhaupt, nur Erfolg für einige Wochen bis
Monate und wird daher von verantwortungsbewussten Tierärzten strikt abgelehnt.
Ist die Arthrose der Hüften so schlimm, dass auch starke Schmerzmittel
keine Wirkung mehr haben, braucht der Hundepatient eine neue, künstliche, Hüfte,
die Hüftgeleks - Endoprothese. Sie besteht aus einer Pfanne aus Kunststoff, die
in das Becken eingesetzt wird, und einem neuen Oberschenkelkopf nebst Hals aus
Metall. Der alte, unbrauchbare Kopf wird abgesaegt, der Oberschenkel aufgebohrt
und der Metallschaft eingesetzt. Nach der Operation könnte der Hund zwar sofort
wieder ohne Schmerzen laufen, die neue Hüfte muss aber erst in den Knochen
einheilen. Deshalb ist ein Klinikaufenthalt mit strikter Käfigruhe von
mindestens einer Woche unumgänglich. Eine Hüftimplantation ist mittlerweile
Standard in vielen Tierkliniken und wird auch in allen Hochschulen mit sehr
gutem Erfolg durchgeführt.