Wieso Züchter im VDH

 Der Anfang unserer Zucht

Erst einmal ein bisschen über die Geschichte und den Standard des Briards

und noch viel wichtiger das Wesen

                                    Zuchtphilosophie

 

Jetzt nach 7 Jahren Zucht und genauso vielen Würfen , ist es an der Zeit

einmal Resümee zu ziehen. Habe ich meine Vorstellungen verwirklichen

können? Wo musste ich Abstriche machen ?

Im Großen und Ganzen bin ich wirklich zufrieden . Ich habe in dieser Zeit viele nette Leute kennen gelernt , natürlich auch ein paar        weniger nette.. Ich habe Erfolge gefeiert und  Rückschläge hinnehmen müssen. Ich habe das Wunder der Geburt erlebt und                  genauso auch mit dem Tod um zu gehen lernen müssen.

Ich hatte mir vorgenommen mittelgroße , temperamentvolle , schwarze Briards zu züchten,

dass ist bis auf wenige Ausnahmen auch gelungen. „Charmantes crapules“ sollen nicht lang sein und nicht ganz glatt im Fell...........            auch das hat geklappt.

Dann müssen sie für mich auch noch das richtige Temperament haben , dass heißt schnell zu motivieren , aber auch rasch wieder abzustellen sein, kurz gesagt leichtführig .

Auch das trifft auf die meisten „Schurken“  zu haben doch inzwischen 12 „charmantes crapules“ die Verhaltenstests  (11 x cfh, 1x BCD )zur Zuchtzulassung und einer

in Amerika bisher den „Good Citizen - Test. Bestanden .

Verhalten ist mir sehr wichtig , vor Allem bei meinen Zuchthündinnen , Belastbarkeit steht da an erster Stelle. Eine Hündin mit schlechtem Nervenkostüm wird ihre Welpen nicht so gut prägen und erziehen können , wie ich es von einer guten Zuchthündin  erwarte.

Deshalb wird man meine eigenen Hündinnen auch eher auf den Selektionen im In-und Ausland sehen , als auf der Schönheitstiteljagd quer durch Europa.

Dann gibt es bei mir das große Ziel auch in 20 Jahren noch in den Ahnentafeln einiger Briards

Meinen Zwingernamen lesen zu dürfen.

Bis jetzt sieht es gut aus (Stand 26.04.11)

Chiva du bois de la Paix  ist  20 x Mutter  71 x Oma  120 x Uroma

Und es geht munter weiter , in den nächsten  7 Wochen werden noch  5 Würfe mit „Schurken“- Beteiligung erwartet .Hier noch ein großes Dankeschön an alle Züchter im In- und Ausland die unseren Rüden vertrauen .

Meine Ansprüche an meine Zuchthündinnen sind eigentlich in einem Satz zusammen

zu fassen.: Wenn meine Hündin ein  Deckrüde wäre , würde ich sie dann einsetzen????

Nur wenn ich diese Frage spontan mit ja beantworten kann wird sie bei mir Mutterfreuden genießen dürfen. Jeder der die hohen Ansprüche an Deckrüden kennt , weiß , was dieser Satz bedeutet.

Ich hoffe , dass ich auch in den kommenden Jahren auf eine große Anzahl völlig briard-begeisteter  Schurkenbesitzer schauen kann , denn das Wichtigste überhaupt ist ein glückliches und zufriedenes Miteinander von Hund und Halter.

  Auf jeden Fall habe ich inzwischen gelernt , dass man auch bei noch so sorgfältiger Planung der Natur nie so ganz in Handwerk pfuschen kann .Wir Züchter montieren schließlich keine Kühlschränke , sondern züchten Lebewesen , mit all ihren Fehlern und Macken.

Ich verspreche hier keinen perfekten Briard , sondern einen gut sozialisierten Freund für´s Leben. Man kann hier jeden Fehler kaufen , den man anderswo auch bekommt.

  Das bringt mich auf noch eine grundlegende , aber nicht neue , Erkenntnis :

Ein Weiterkommen in der Zucht ist  nur mit absoluter Ehrlichkeit möglich .

Also mein Appell an alle  Züchter :

„Weg mit der rosaroten Brille und raus mit dem Kopf aus dem Sand“

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Jetzt kommen wir zu Geschichte unserer Zuchtstätte

Seltsam, wie man zum Briardzüchter wird.

Meinen ersten Hund Teddy bekam ich im Oktober 1994, er war damals schon 3.5 Jahre alt und kam aus Zwingerhaltung über Tiere in Not Köln .e.V. zu mir.
Bei  uns Beiden war  es Liebe auf den ersten Blick .Ich wurde oft gefragt ob Teddy ein Briard sei, aber er ist ein Mix (keiner weiß woraus). Im Sommer `95 traf ich am Gardasee einen wunderschönen Hund, der meinem Teddy sehr ähnelte .Das war also  ein Briard.
Wenn man einmal einen gesehen hat, ist es meistens schon zu spät. So war`s bei auch bei mir.
Im März 1996 hielt dann Scooter (Ugo du noble nid) bei uns Einzug. Gekauft nur zum Spazierengehen.
Ausstellungen(wo die Leute immer mit abgespreiztem kleinem Finger im Kreis herumrennen) hab ich gedacht seien nicht mein Ding,…..niemals!!!!

Weil mir viele Leute und seine Züchterin  sagten er wäre schön stellte ich Scooter ein paar mal mit gemischtem Erfolg aus .Hey, da war nix mit abgespreiztem Finger ,Anzug und aufgesetztem Lächeln. Ich war um eine Erfahrung reicher und einem Vorurteil ärmer.

So begann meine Briardkrankheit und da Scooter weder Arbeiten ,noch Ausstellungen mochte, vervollständigte ab März 2000 dann Ravel (blond de la Tour Saint Genin) unser „Dreirüdenhaus“.

Irgendwann wollte ich dann auch noch Briardwelpen aufziehen und so kam, ein halbes Jahr nach Scooters Tod (leider Knochenkrebs) , Chiva (du bois de la paix) im Alter von 13 Monaten zu uns.

Mit dieser HD freien, kleinen schwarzen Hündin begründete ich nun meine Zucht .

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Warum züchte ich in einem VDH angeschlossenen Verein??

 

Die Antwort ist eigentlich  ganz einfach.
Weil ich diese Rasse liebe.
In den VDH angeschlossenen Vereinen wird eine starke Zuchtkontrolle ausgeübt. Es wird dabei nicht nur auf Schönheit geachtet, sondern vermehrt auf Verhalten und Gesundheit.

Wir züchten nur mit HD A und HD B, alle Röntgenaufnahmen werden bei einem zentralen Auswerter beurteilt. Das garantiert eine Auswertung von hoher Qualität und Kompetenz.

Kein Hund wird in der Zucht eingesetzt, ohne vorher einen Verhaltenstest bestanden zu haben.

Um zur Zuchtzulassung gehen zu können braucht man auch mehrere Ausstellungs-Ergebnisse und durchläuft eine nochmalige Standardbeurteilung.

Jeder Wurf bedarf  einer Genehmigung durch den Zuchtberater und wird auch von ausgebildeten Zuchtwarten abgenommen. Jeder Welpenerwerber erhält einen Wurfabnahmebericht.

Jede Zuchtstätte ist überprüft, außerdem müssen die cfh-Züchter an Fortbildungen teilnehmen.

Dank der umfassenden Informationen über Gesundheit und Werdegang der einzelnen Hunde und Würfe, die übrigens alle im Clubjournal veröffentlicht werden (z.B. Junghundebeurteilungen , HD-Auswertungen) ist eine gute Zuchtplanung möglich.

Ich persönlich bekomme immer einen Lachanfall, wenn ich auf der Seite eines nicht dem VDH angeschlossenen  Briardverein lese, das man dort nicht mit Hunden züchtet, die bis in die 3.Generation Ahnen aufweisen die erfolgreich im Schutzdienst gearbeitet haben.
Und warum nicht ????

Vorsicht : ,......................Bauch festhalten.

Hunde die im Schutzdienst arbeiten seien aggressiv und würden diese „Aggressivität“ auch vererben.
Mit „Schiessern“ hat besagter Verein übrigens kein Problem.
Bei soviel „Kompetenz“ bin ich doch glücklich in einem VDH-Verein zu züchten.

Ich bin froh, wenn Briards Arbeitsprüfungen haben, zeigt das doch ihre Willigkeit  dem Menschen zu dienen, außerdem lassen sich so auch Aussagen über Belastbarkeit und Beruhigung machen.

Um noch mal auf das Thema „Aggression“ zu kommen, in meinen Augen gehört zu jedem Hund ein wenig Aggression, schließlich hat er seine Zähne nicht zum Pilzepflücken. Wichtig ist, alles muss kontrollierbar bleiben und in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Der Gefährlichste aller Hunde ist jedoch der Ängstliche, bei ihm kann nie wissen wie er im nächsten Moment reagiert. Im Zweifel vielleicht nach Vorne (AUA!!!!!!!!!).

Ich kann nur jedem Interessenten empfehlen:

 Kaufen Sie nicht Irgendwo, sie sind ja auch nicht Irgendwer.!!!

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